Radioaktive Strahlung

Warum schützten die APOLLO-Kapseln nicht vor der radioaktiven Strahlung im All?

Weil sie aus Gewichtsgründen nur aus einem metallischen Gerippe bestanden, das mit einer dünnen Aluminiumfolie verkleidet war. Das erkennt man zum einen an den Fotos des havarierten APOLLO 13-Versorgungsteils, zum anderen daran, dass der Kabinen-Innendruck auf rund ein Zehntel des Normaldrucks abgesenkt werden musste. Die APOLLO-Kapseln wären sonst regelrecht geplatzt. Damit die Astronauten trotz dieses Minimaldrucks überleben konnten, mussten sie reinen Sauerstoff atmen.

Von Verteidigern der APOLLO-Mondflüge und von der NASA wird als Einwand vorgebracht, die APOLLO-Raumschiffe seien so schnell durch die Van-Allen-Gürtel geflogen, dass die Astronauten kaum Strahlung ausgesetzt gewesen seien.
Weiterhin wäre die aufgenommene Strahlungsdosis der Astronauten weit unter der zulässigen Dosis geblieben.

Fakt ist, dass ein Flug durch die Strahlungsgürtel einige Tage angedauert haben muss, denn die Van-Allen-Gürtel dehnen sich bis auf die halbe Strecke zum Mond aus. Beim Rückflug mussten die Gürtel nochmals durchquert werden, so dass jeder Astronaut tagelang stärkster radioaktiver Strahlung ausgesetzt sein musste.
Allein die bei einer Durchquerung aufgenommene Strahlungsdosis würde ausreichen, um zumindest schwerste irreparable Strahlungsschäden hervorzurufen, wenn sie nicht gar zum Tod führt (siehe Hiroshima, Nagasaki, Tschernobyl u. a. m.). Doch keiner der Astronauten zeigte bis heute auch nur einen Anschein von Strahlungsschäden. Jeder weiß heute, dass durch geringste aufgenommene radioaktive Dosen zuerst die Keimdrüsen geschädigt werden, das ist doch kein Geheimnis! Doch nicht bei den APOLLO-Astronauten, diesen Supermännern. Sie zeugten zum Teil nach ihren Flügen sogar gesunde Kinder! - Ein Ding der Unmöglichkeit!

Ein weiterer Punkt ist, dass die APOLLO-Flüge ausnahmslos zu Zeiten der stärksten Sonnenaktivitäten stattfanden, die in der Lage waren, Satelliten zu beschädigen und sogar den Strom etwa auf Hawaii ausfallen zu lassen. Aber die NASA argumentiert nur: “Die Astronauten hatten halt sehr viel Glück!”.

Wernher von Braun bemerkte Jahre vor APOLLO, dass es schwierig werden würde, bemannt ins All zu fliegen, weil es keinen ausreichenden Schutz vor der Strahlung gibt. Man müsste ein Raumschiff ringsum mit einer etwa fünf Zentimeter dicken Bleischicht umgeben, um einen gewissen Mindestschutz vor der Strahlung zu erhalten. Bis heute ist es nicht möglich, solche Gewichte ins All zu transportieren. War von Braun etwa ein “Spinner”? (Heute stellt man Überlegungen an, zukünftige Raumfahrzeuge doppelwandig zu konstruieren und den Zwischenraum mit Wasser zu fluten, weil das der einfachste Schutz gegen Strahlung ist).

Die von der NASA angegebenen Strahlungsdosen der APOLLO-Astronauten unterscheiden sich kaum von denen, die bei anderen Astronauten gemessen wurden, die nur im Erdorbit unterhalb der Gürtel waren. Deshalb behaupte ich, dass die APOLLO-Astronauten nur bis in die Erdumlaufbahn gelangten.

Wenn man die Infos auf den NASA-Homepages verfolgt, so fällt es auf, dass man sich heute seltsamerweise größte Gedanken macht, wie die radioaktive Strahlung auf einem Flug zum Mars abzuschirmen sei. Heute weiß man, wie gefährlich diese Strahlung ist. Damals wusste außer wenigen Fachleuten kaum jemand davon. Deshalb konnte die NASA das Strahlungsproblem für die Öffentlichkeit einfach ignorieren.

© 2004 Gernot L. Geise


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